Arten von Rehabilitationsverfahren

Arten von Rehabilitationsverfahren

Es gibt drei Arten von Rehabilitationsverfahren, auf die hier eingegangen wird. Grundsätzlich wird in der medizinischen Rehabilitation unterschieden zwischen einer Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. der Anschlußrehabilitation (AR) und einer stationären oder ambulanten medizinischen Rehabilitation (Heilverfahren). Welches Verfahren gewählt wird, ist abhängig von dem Ziel der Rehabilitation. Steht nach einer akuten schweren Krankheit oder einer umfangreichen Operation (i.d.R. mehr als ein Organ betroffen) der Heilungsverlauf im Vordergrund, so wird eine Anschlussheilbehandlung verordnet. Die Kosten werden in der Regel von der Krankenversicherung getragen. Bei allen chronischen Erkrankungen mit einem sehr langen Krankheitsverlauf, starken Schmerzzuständen oder Erschöpfung ist dagegen ein Heilverfahren indiziert. Hier steht der Erhalt der Erwerbsfähigkeit im Vordergrund, weshalb der Rentenversicherungsträger die Vergütung der Maßnahme übernimmt.

Folgende Indikationen erfordern eine AHB bzw. AR:
Zustand nach erweiterten gynäkologischen Operationen wie z.B.

  • schwierigen Endometrioseoperationen,
  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie), evt. mit Eierstöcken und Eileitern (Adnexen),
  • Ausschälung von Myomen,
  • Senkungsoperationen bei Harninkontinenz,
  • Operative Lösung von Verwachsungen nach Mehrfachoperationen.

Der Antrag auf eine Anschlussheilbehandlung muss noch im Krankenhaus von den dort behandelnden Ärzten bei der Krankenkasse gestellt werden. Das Verfahren schließt unmittelbar an den Aufenthalt im Krankenhaus an und muss daher innerhalb von zwei Wochen nach Entlassung angetreten werden. Wichtig: Bitte achten Sie darauf, dass auf dem Antrag die Endometriose als Indikation genannt wird und dass die besondere Schwere der Operation betont wird.

Für die Beantragung eines Heilverfahrens gelten folgende Voraussetzungen:

  • Funktionsstörungen nach Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) und anderen gynäkologischen Operationen bzw. eingreifenden Therapien,
  • verzögerte Rekonvaleszenz mit vitaler Erschöpfung,
  • depressive Reaktionen,
  • Funktionsstörungen von Blase und Darm,
  • Harninkontinenz,
  • chronische Unterbauchschmerzen,
  • starke hormonelle Dysregulation,
  • chronisch rezidivierende Adnexitis,
  • Endometriose (Zustand nach Operationen und Hormontherapien, Rezidivierende Schmerzsymptomatik),
  • Gynäkologische Erkrankungen mit erheblichen somatopsychischen Folgen,
  • Zustand nach Totgeburt,
  • unerfüllter Kinderwunsch und/oder
  • ausgeprägtes Klimakterium.

Die Heilverfahren werden bei Endometriose als 3-4 wöchiger stationärer Aufenthalt verordnet. Eine ambulante Rehabiliation ist in Planung aber bislang noch nicht standardisiert eingeführt worden. Wichtig: Bitte achten Sie darauf, dass Sie in eine Klinik mit einem spezifischen Angebot für Frauen mit Endometriose eingewiesen werden. Einige Links zu den uns bekannten Kliniken finden Sie im Serviceteil.

 

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