Lokalisation der Endometriose

Lokalisation der Endometriose

Am häufigsten von Endometriose betroffen ist der Bereich des „kleinen Beckens“ mit dem rechten und linken Eierstock (Ovar), dem rechten und linken Eileiter (Tube), dem Bindegewebe und den haltenden Bindegewebsstrukturen (Sakrouterinligament) sowie dem taschenartigen „Douglas’schen Raum“ zwischen Gebärmutter und Enddarm. Jedes Organ im Bauchraum wird vom sogenannten Bauchfell (Peritoneum) eingefasst.

Endometriose-Herde können auftreten:

  • an den Eierstöcken und den Eileitern (Ovarien und Tuben)
  • im kleinen Becken
  • auf dem Bauchfell (Peritoneum)
  • im Douglas`schen Raum
  • im Bereich der Gebärmutterbänder (Ligamenta scrouterina)
  • in der Scheide (Vagina)
  • zwischen Gebärmutter, Scheide und Darm (Septum rectovaginale)
  • in der Gebärmuttermuskultatur (Andenomyosis)

eher selten

  • in der Darmwand
  • in der Blasenwand
  • vor der Gebärmutter (am Blasendach)
  • am Harnleiter (Ureter)

in sehr seltenen Fällen auch an anderen Organen wie der Lunge oder dem Zwerchfell.

Lokalisation der Endometriose
Lokalisation der Endometriose

Das Aussehen der Endometrioseherde variiert stark. Häufig treten dunkelrote bis blauschwarze oder dunkelbraune Färbungen auf, aber auch hellbraune bis eher gelblich-weiße Herde sind bekannt. Sie wachsen entweder polypartig vom Bindegewebe weg oder infiltrierend in das umgebende Bindegewebe ein. Typisch sind unterschiedlich große Zysten (Endometriosezysten, Endometriome) an den Eierstöcken, die mit einem dunkelbrauenen breiartigen Inhalt – vermutlich Einblutungen – gefüllt sind. Gelegentlich befällt eine tief eindringende (infiltrierende) Endometriose die Organe unterhalb des Bauchfells (Blase, Darm usw.) und bildet dort tumorartige Herde. Endometriose auf der Oberfläche des Bauchfell (Peritoneum) ist durch kleine Bläschen oder Schleimhautinseln unterschiedlicher Färbung gekennzeichnet.
Endometriose-Herde besitzen meist Empfangsmöglichkeiten (Rezeptoren) für die weiblichen Hormone. Diese Tatsache erklärt den Grund, warum die Beschwerden oft zusammen mit dem Monatszyklus auftreten.

 

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