operative verfahren endometriose

Überblick: Operative Verfahren

Operative Verfahren zielen auf die Entfernung der Endometriose-Herde. Dabei können verschiedene Techniken zur Anwendung kommen.

Bauchspiegelung
Die Bauchspiegelung (Laparaskopie) ein vergleichsweise schonender operativer Eingriff. Hierbei werden über 2-3 kleine Einschnitte in der Bauchdecke Sicht- und Behandlungsinstrumente in den Bauchraum gebracht. Durch Einführen von CO2-Gas werden die Sichtverhältnisse verbessert. So kann der Chirurg die Bauchhöhle inspizieren und verdächtige Gewebsteile für weitere Untersuchungen entnehmen, Endometriose-Zysten ausschälen und eindeutige Endometrioseherde sowie erkrankte Organ(anteile) entfernen. Auch die Verödung von oberflächlichen Herden mittels Hitze oder Laser ist im Rahmen einer Laparoskopie möglich. Die Operation erfolgt immer unter Vollnarkose. Auch wenn es sich um ein – im Vergleich zu einem Bauchschnitt – weniger eingreifendes Operationsverfahren handelt, so dürfen mögliche Komplikationen nicht unterschätzt werden. Im Anschluss an die Operation sollte sich die Patientin unbedingt längere Zeit schonen und körperliche Anstrengungen meiden, da die inneren Wundflächen erst verheilen müssen.
Bauchschnitt
Bei umfangreicheren Befunden oder wenn der Verdacht auf eine Darmbeteiligung besteht, wird ein Bauchschnitt (Laparatomie) durchgeführt. Dieses klassische Operationsverfahren bietet den Vorteil eines besseren Überblicks im Bauchraum. Auch besteht die Möglichkeit, die Organe nach weiteren möglichen Herden abzutasten. In der Regel wird der Bauchschnitt quer zum Bauch geführt (Querschnitt), Längsschnitte sind eher selten. Sie bieten sich an, wenn z.B. der Bauchnabel mit betroffen ist. Ein Bauchschnitt ist ein deutlich eingreifenderes (invasives) Verfahren als eine Bauchspiegelung, da die verschiedenen Schichten der Haut und der Bauchdecke geöffnet und wieder vernäht werden müssen. Es entstehen größere Wundflächen und Narben, die wiederum Probleme bereiten können. Der Heilungsprozess dauert länger und für die Patientin ist das Verfahren deutlich belastender.
Bei allen Operationen mit chirurgischem Eingriff kann nicht garantiert werden, dass die Endometriose vollständig geheilt ist. Nach jeder Operation besteht das Risiko einer wiederkehrenden Endometriose. Bei einer vollständigen chirurgischen Sanierung, also das Enfernen aller sichtbaren und tastbaren Herde kommt es in 20% der Fällen zu einem Rezidiv der Symptome, besonders der Schmerzen, innerhalb von 5 Jahren.


Entfernung der Gebärmutter

Liegen die Endometriose-Herde im Bereich der Gebärmutter und es bestehen sehr schwere Symptome, besteht die Möglichkeit der Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) und angrenzender Herde. Darüber hinaus können die Eileiter und einer oder beide Eierstöcke entfernt werden, sofern diese stark geschädigt sind, oder um Wechseljahre einzuleiten, indem die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone gestoppt wird. Eine solche Entfernung sollte immer gründlich überdacht werden, da zum einen die Operation ein großer chirurgischer Eingriff mit den üblichen Risikofaktoren ist und zum anderen ein bestehender Kinderwunsch nicht mehr erfüllt werden kann.

 

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