studie zur rehabilitation

Studie zur Rehabilitation

Studie zur Rehabilitation bei Endometriose

Endometriose ist eine chronische Erkrankung mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität und Lebensplanung von Frauen. Die individuellen Krankheitsverläufe sind schwer vorhersehbar, meist verbunden mit starken Schmerzen und eingreifenden operativen und medikamentösen Therapien. Diese Faktoren begünstigen sozialen Rückzug. Die Untersuchung zielte auf eine Erhebung der Belastungsfaktoren und der Identifikation möglicher Ansätze zur Optimierung der Rehaangebote.

Alle Patientinnen mit Hauptdiagnose Endometriose einer gynäkologischen Rehabilitationsabteilung in den Jahren 2003 bis 2005 (n=300) wurden einbezogen. Sie erhielten zu Rehabeginn und zweieinhalb Jahre nach Reha einen kurzen Patientenfragebogen zur Soziodemographie, Diagnostik, Lebensqualität, Krankheitsfolgen und einigen rehabilitationsbezogenen Fragen. Die Auswertung erfolgte mittels einfacher deskriptiver Statistikverfahren sowie für die Darstellung der Determinanten der Lebensqualität mittels linearer univariater Regressionsanalysen.

Die Patientinnen gaben auffallend schlechte Lebensqualitätswerte an. Als wesentliche Einflussfaktoren konnten insbesondere die Belastungen aus Einschränkungen im privaten und beruflichen Alltag identifiziert werden. Eine Verbesserung der Lebensqualität konnte insbesondere für den psychischen Summenscore festgestellt werden.

Das niedrige Durchschnittsalter der Frauen in Verbindung mit dem reduzierten Leistungsvermögen sowie häufiger Arbeitsunfähigkeitszeiten belegen den Rehabilitationsbedarf der Frauen. Die deutliche Verbesserung zum Katamnesezeitpunkt geht nicht mit einer positiven Beurteilung des Nutzens der integrativen Angebote einher.

Fazit

Aus Sicht der Rehabilitationsmedizin sollte der Zugang zu spezialisierten Maßnahmen deutlich verbessert werden, möglichst zu einem frühen Zeitpunkt im Krankheitsgeschehen, um Non-Compliance, depressiver Fehlverarbeitung und Chronifizierung vorzubeugen.